ZUZWIL: NEUER PFARRADMINISTRATOR PATER DIDIER MUNGILINGI

Präsentation von Brot und Wein als Symbole für Leib und Blut Christi bei der Wandlung.


In einem feierlichen Gottesdienst in der Kirche Zuzwil setzte der Gossauer Dekan Pater Andy Givel den neuen Pfarradministrator der Kirchgemeinden der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland (SEMF) ein. Fünf Sängerinnen und Sänger, begleitet von Streichern und der Orgel umrahmten unter der Leitung von Karl Paller die beeindruckende Feier mit der “Jugendmesse” von Joseph Haydn.


Organist Franz Koller und Dekan Andy Givel der seine Predigt auf das Matthäus- Evangelium 14,22-33 bezog.

(Ernst Inauen)

Nach einer dreijährigen Pfarr-Vakanz trat am 1. August Pater Didier Mungilingi sein Amt als verantwortlicher Pfarradministrator der Seelsorgeeinheit “Mittleres Fürstenland” (SEMF) an. Bischof Markus Büchel und das Personalamt des Bistums St.Gallen entsprachen damit einem Wunsch nach einem neuen Pfarrer der Seelsorgeinheit, wie der Kreisrat kurz vor Ostern mitteilen konnte. An der Delegiertenversammlung des Zweckverbandes der Seelsorgeeinheit stellte sich der junge Steyler Ordenspriester Pater Didier Mungilingi persönlich vor und fand mit seiner offenen Art sofort Zugang zu den anwesenden Vertretern der Kirchgemeinden. Am 8. August, dem letzten Tag der Sommerferien, fand nun in der Kirche Zuzwil der feierliche Einsetzungsgottesdienst statt. Dekan Pater Andy Givel leitete die Zeremonie, an der auch die übrigen Mitglieder des Pastoralteams, Diakon Primo Grelli und die Religionspädagogen Rolf Tihanyi und Urs Vescoli mitwirkten. Dekan Andy Givel verlas einleitend die Beauftragungsurkunde des St.Galler Bischofs Markus Büchel. Nach der liturgischen Eröffnung erfolgte die offizielle Einsetzung des neuen Pfarradministrators.

Corona bedingt konnten nur etwa 70 Besuchende teilnehmen; Einzug des Seelsorgeteams mit Dekan Andy Givel und Pfarradministrator Didier Mungilingi.

Dekan Andy Givel verlass die Beauftragungsurkunde von Bischof Markus Büchel.

Fürchtet euch nicht

In seiner Predigt bezog sich der Dekan auf das Matthäus-Evangelium, das von der wundersamen Geschichte mit dem Gang von Jesus über den stürmischen See zu seinen Jüngern berichtet. Als sie ihn sahen, schrien sie vor Angst, weil sie meinten, es sei ein Gespenst. Doch Jesus redete mit ihnen und sagte: „Habt Vertrauen, ich bin es, fürchtet euch nicht“. Angst und Zweifel seien schlechte Ratgeber. Mitten in der gegenwärtigen Krise der Kirche und in der Corona-Pandemie sei die Gesellschaft gefordert, über eine Umkehr und dem gemeinsamen Weg nachzudenken. Dazu äusserte sich der Prediger kritisch über die römischen Instruktionen zur pastoralen Umkehr in den Pfarreien, was eine Rückkehr in alte Strukturen bedeuten würde. In der Seelsorgeeinheit SEMF gehe eine lange Zeit des Wartens zu Ende und ein Neuanfang stehe an, sagte Dekan Andy Givel. Er richtete persönliche Begrüssungsworte an Pater Didier und übergab ihm ein symbolisches kleines Holzboot.

Ein junger, fröhlicher Priester

Pater Didier Mungilingi stellte sich kurz vor. „Ich bin am 10. Oktober 1979 in der Demokratische Republik Kongo, geboren und mit zwei Schwestern und vier Brüdern dort aufgewachsen. Nach der Schulausbildung habe ich im September 2001 bei den Steyler Missionaren angefangen und zuerst drei Jahre Philosophie studiert. Die ewigen Gelübde legte ich 2011 ab und wurde ein Jahr später zum Priester geweiht. Nach der Priesterweihe kam ich in die Schweiz und erlernte die deutsche Sprache. Seit 2014 war ich Kaplan in der Seelsorgeeinheit Buechberg und Pfarradministrator in Thal“. Er freue sich auf die Herausforderungen in seinem neuen Tätigkeitsgebiet, betonte er und dankte den Kirchgemeinden und dem Pastoralteam für die gute Aufnahme in der Seelsorgeeinheit Mittleres Fürstenland. Beim Marienaltar segnete er die Kräutersträusschen, die nach dem Gottesdienst an alle Teilnehmenden abgegeben wurden.

Pater Didier Mungilingi freut sich auf die neuen Herausforderungen / Kräutersegnung beim Marienaltar.

Festliche Musik aus der Klassik

Für die musikalische Umrahmung des Festgottesdienstes wählte der Leiter des Kirchenchores St.Josef die „Jugendmesse“ des österreichischen Komponisten Joseph Haydn (1732 – 1809). Corona bedingt und aus Platzgründen wurden die Lieder ohne Kirchenchor nur von Solistinnen und Solisten gesungen. Es sangen die bekannten Sängerinnen Gabriela Ceriani (Sopran I), Andrea Bachmann (Sopran II), Erica Brändle (Alt) sowie die Solisten  Silvan Isenring (Tenor) und Marco Ceriani (Bass). Das Streicherquintett Paolo Zordanazzo, Ursula Maurer und Monika Toppius (Violinen), Thomas Maurer (Cello) und Marianne Ehrbar (Kontrabass) und Organist Franz Koller begleiteten die wunderschönen Messgesänge. Ergänzend wurden auch einige bekannte Kirchenlieder gesungen, um den Gottesdienst besuchenden eine aktive Mitwirkung zu ermöglichen. Ein fulminantes Schlussspiel des Organisten Franz Koller setzte den musikalischen Schlusspunkt. Dank des warmen Sommerwetters offerierte die Kirchgemeinde anschliessend auf dem Kirchplatz einen Apéro, bei dem auch persönlich mit dem neuen Pfarradministrator Kontakt aufgenommen werden konnte.

Unter der Leitung von Karl Paller sangen fünf Solistinnen und Solisten, begleitet von einem Streicherquintett und der Orgel-

Herzlicher Willkommensgruss

Am Schluss des Gottesdienstes ergriff Michael Okle, Präsident des Zweckverbands das Wort und hiess Didier Mungilingi in der Seelsorgeeinheit herzlich willkommen. Schon von Anfang an bei den ersten Gesprächen der Findungskommission und dann anlässlich der Delegiertenversammlung mit den Gästen von den Pfarreiräten sei der Funke übergesprungen. „Deine fröhliche und umgängliche Art, deine Offenheit und dein Humor haben uns alle überzeugt. Du warst auch an deinem letzten Wirkungsort in Thal/Buechberg sehr beliebt. Umso mehr sind wir dir dankbar, dass du dich für eine Pfarrstelle bei uns entschieden hast“. Das Bild des gemeinsamen Weges, wie es auch Dekan Andy Givel in seiner Predigt zeichnete, begleite das Seelsorgeteam und die Räte bei ihrem Zusammenwirken. „Wichtig für einen Weg ist das Festlegen eines gemeinsamen Ziels, dann ist auch keine komplette Umkehr notwendig. Auch du hast verschiedene Wege beschritten und Mut gezeigt. Für deine Berufung als Priester bist du zuerst in Afrika vom Kongo nach Kenia und dann vor einigen Jahren in die Schweiz gereist“, stellte Michael Okle fest. Eine Verbundenheit mit der Heimat und der Herkunft sei richtig. Wichtig sei aber, sich auf den Weg zu machen und sich an anderen Orten für Menschen einzubringen. Er überreichte ihm symbolisch ein Luftbild der Seelsorgeeinheit, damit er seinen neuen Wirkungskreis überblicken könne.

Feierlicher Schlusssegen mit der Monstranz.
Die Kirchgemeinde Zuzwil lud nach dem Gottesdienst zu einem Apéro ein.

Die Begrüssungsgottesdienste in den übrigen Kirchen finden wie folgt statt:

  • 09. August, 10.30 Uhr in Lenggenwil
  • 15. August, 18.00 Uhr in Zuckenriet
  • 16. August, 10.30 Uhr in Züberwangen
  • 23. August, 10.30 Uhr in Niederhelfenschwil